Beginn: Haltestelle Diensthüttenstraße
Ende: Haltestelle Diensthüttenstraße
Wanderzeit: 3-3 ½ Stunden
Strecke: 12-13 km
Wandersymbol: Kreuzotter
Moore nehmen im Nationalpark Bayerischer Wald größere Flächen ein. Im Inneren Bayerischen Wald sind die Nieder-, Übergangs- und Hochmoore meist mit Wald bestanden. An den Rändern wurden sie
teilweise schon im Mittelalter als Wiesen genutzt. Sie beherbergen zahlreiche seltene Tier und Pflanzenarten. Der ausgedehnteste Moorkomplex in Ostbayern ist das Moorgebiet zwischen Riedlhütte
und Siebenellen – Sankt Oswald. Hier gibt es über 300 ha Moorflächen. Sie sind teilweise durch hölzerne Stege zugänglich gemacht. Neuerdings gibt es einen durchgehend beschilderten und markierten Rundweg, der den gesamten Moorkomplex umrundet und der an verschiedenen Stellen Einblick gewährt in dieses wertvolle Schutzgebiet. Der Große Filz wurde schon vor dem Ersten Weltkrieg unter Naturschutz gestellt!
Eine Wanderung auf dem Rundweg, der mit einer Kreuzotter markiert ist, kann man von verschiedenen Stellen aus beginnen, z.B. von Guglöd, Riedlhütte, Siebenellen oder vom Beginn der Straße zur Racheldiensthütte. Wir empfehlen, die Wanderung von der Haltestelle Diensthüttenstraße aus und den Rundweg linksherum, also gegen den Uhrzeiger zu beginnen. Die Haltestelle erreicht man mit dem Rachel-Bus von Spiegelau oder Sankt Oswald. Durch besonders urige Waldteile erreicht man nach einer halben Stunde den Aussichtsturm, der im Großen Filz errichtet wurde, damit die Besucher einen Überblick über das Moorgebiet mit seinen Latschen erhalten. Nach einigen 100 Metern zweigt der Weg (Markierung Kreuzotter) nach links ab und man erreicht im weiteren Verlauf den Ortsrand von Riedlhütte. Folgt man der Markierung Kreuzotter (beim Sportplatz links), so überschreitet man die Große Ohe, die das Moorgebiet in zwei Hälften teilt. Zunächst geht es ein Stück entlang des Flusses, von der Moorwiese in den Wald, dort wird der Weg schmäler und uriger. Nach kurzer Zeit kommen Sie an dem historisch nachgebauten Goldwaschplatz vorbei, der 50 Meter weite Abstecher lohnt sich mit Sicherheit. Sie können dort die eindrucksvollen Spuren der Goldwäscher, die hier im Mittelalter am Reichenberg nach dem begehrten Edelmetall suchten und so genannte Grübenfelder (Waschhügel) hinterließen, finden. Durch das Tal des Grabenwiesbach (weiter Markierung Kreuzotter) benützen wir wieder einen Holzsteg, der mitten durch die Moorwiesen angelegt wurde. Danach folgt ein bequemer Sandweg, auf dem man durch tannenreiche Wälder die Ortschaft Siebenellen erreicht, wo früher der Goldene Steig von Passau über Grafenau ins Böhmische führte. Der markierte Wanderweg Kreuzotter führt ab hier parallel mit dem bekannten Zielwanderweg „Auf den Spuren der Goldenen Strass“ (einer der Goldenen Steige) von Siebenellen weiter nach Guglöd. Von dort bringt uns der „Kreuzotterweg“, diesmal parallel führend mit dem Nationalparkhauptweg „Baumgruppe“, in 25 Minuten zurück zur Haltestelle Diensthüttenstraße.
Das Schöne an dieser abwechslungsreichen Rundwanderung ist, dass man auch an anderen Stellen “aussteigen“ kann, beispielsweise in Riedlhütte oder Siebenellen/Sankt Oswald, wo es ebenfalls Bushaltestellen gibt. Ganz Eilige können das Moor auf einem kurzen Rundgang erkunden. Zusammen mit dem Hauptwanderweg durch den Nationalpark (Markierung Baumgruppe) gibt es einen kurzen Rundgang in den Großen Filz (mit Aussichtsplattform), den man auch in einer guten Stunde bewältigen kann.
»
Kontakt:
Touristinformation Sankt Oswald-Riedlhütte
Schulplatz 2
94566 Riedlhütte
Tel 08553/6083
Fax: 08553/1036